postheadericon Freund oder Feind?

Hier ein Text, den ich nicht besser hätte schreiben können (warum auch, steht ja schon geschrieben *g*)
Dieser Text spricht mir so sehr aus der Seele und spiegelt es auf den Punkt, wie ich das Zusammenleben mit dem Hund sehe – und mir wünsche, dass sich noch viele Menschen mitnehmen lassen – auf den „Weg zur Freundschaft“

Mit freundlicher Genehmigung von Ulli Reichmann:

Freundschaft

Egal welcher Rasse/welchen Rassen ein Hund angehört – er ist zu unendlicher Freundschaft mit uns Menschen fähig. Manchmal klingt für mich der Spruch vom „Hund als bestem Freund des Menschen“ wie blanker Hohn, denn sehr oft scheint mir diese Freundschaft eine Einbahnstraße zu sein.

Das ist aber nicht nur aus Hundesicht sehr schade, sondern auch der Mensch steht sich selbst im Weg, wenn er beharrlich drauf pocht als „Krone der Schöpfung“ doch mindestens der „Rudelführer“ sein zu müssen. Auch wenns grad sehr modern zu sein scheint – Hunde denken nicht so! Das Rudelführertum ist eine zutiefst menschliche Angelegenheit, die wir uns schleunigst abgewöhnen sollten, wenn wir das Wesen Hund im ganzen Ausmaß seiner sozialen Fähigkeiten als befreundete Spezies annehmen wollen.

Wer je eine Hundegruppe befreundeter oder verwandter Tiere über längere Zeit beobachten kann, wird schnell feststellen, dass Hunde alles andere als ständig nach Macht strebende, sozialem Aufstieg hinterherhechelnde, vermeintliche Schwächen ausnutzende dumpfe Gestalten sind, als die sie von so manchem laut polternden „Hundeflüsterer“ bewusst oder unbewusst dargestellt werden.

Hunde sprechen eine sehr feine Sprache der kleinsten Gesten und Blicke, sie sind unglaublich höflich und verfügen über Großmut und die Fähigkeit zu verzeihen.

Für mich fühlt es sich manchmal so an, als würden wir blind und rücksichtslos über all diese Feinheit hinwegtrampeln, nur unser eigenes „Ding“ durchziehen und dann an allen Problemen im Zusammenleben dem Hund die Schuld geben.

Besonders deutlich wird das für mich beim Jagdverhalten. Der Hund zeigt und fragt und lädt uns ein und erntet nichts als Ignoranz. Wenn er dann irgendwann enttäuscht damit aufhört suchen wir nicht etwa die Schuld bei uns, nein, SEIN Verhalten wird als „Problem“ abgestempelt und erst wenn uns das unangenehm wird, suchen wir nach Hilfe, die dann meist so ausschaut, dass der Hund dazu gebracht werden soll, sein Verhalten zu ändern und nicht etwa wir unseres.

Ein bedauerlicher Trugschluss auf Kosten einer Beziehung, die noch viele Überraschungen parat hätte, wenn man sich drauf einließe…

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