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Tipps für einen entspannten Sommer

Hund im Urlaub
Jetzt ist die Jahreszeit, in der man sich viel draussen in der Natur aufhält. Als Hundehalter natürlich bevorzugter Weise mit seinem Vierbeiner.
Ferienzeit – viele Feiertage – oft werden die zusätzlichen  Tage genutzt, um viel mit der Familie zu unternehmen – auch die längeren Tage laden dazu ein, aktiver zu sein.
Aber nicht alles, was uns Spaß macht, ist für unsere Hunde genauso so eine Freude wie für uns.  Einiges kann sogar die Gesundheit beeinträchtigen.

Im Folgenden habe ich hier ein paar Tipps zusammengetragen – damit der Sommer jetzt so richtig kommen kann :-)

 

Gesundheit:

Vor ungewohnten und ausdauernden Freizeitaktivitäten sollten insbesondere sehr junge und auch alte Hunde, sowie Hunde in der Rekonvaleszenz einen Tierarzt aufsuchen. Flüge, Aufenthalte im Hochgebirge oder im „tiefen“ Süden und auch lange Autofahrten können den Vierbeiner sehr belasten. Auch an Mittelmeerkrankheiten und ensprechende Vorsorge ist zu denken, da durch diese die Gesundheit auch schon bei kurzem Aufenthalt schwer geschädigt werden kann.

 

„Aufwärmtraining“

Wenn der Urlaub die einzige Zeit im Jahr ist, an denen sehr viel unternommen wird, ist bitte daran denken, dass ein Hund nicht von jetzt auf gleich plötzlich jeden Tag 15 km am Fahrrad mitlaufen kann. Auch lange Bergwanderungen sollten nicht untrainiert unternommen werden. Denken Sie daran, rechtzeitig ein Aufbautraining einzuplanen, welches sich langsam und in Teilschritten steigern sollte.

 

Pfoten und Fell:

Bei langen Wanderungen die Pfoten und die Zwischenräume öfter auf Verletzungen untersuchen. Pfotenschuhe können hier eine gute Lösung sein. Cremes und Pfotenbalsams können oft das  Gegenteil bewirken: die Haut weicht auf und wird so erst richtig empfindlich.

Bitte befreien Sie ihren Vierbeiner von unnötiger Unterwolle (ein Scheren ist hier auch oft kontraproduktiv – da das Deckhaar, wenn es ohne die Unterwolle leicht fallen kann, wie eine Klimaanlage wirkt) und Hunde, die getrimmt werden müssen, können jetzt auch ihre „Sommerfrisur“ vertragen.

Manchmal ist auch ein Sonnenschutz für unpigmentierte Stellen anzuraten. Diese Dinge können Sie mit ihrem Tierarzt besprechen.

 

Zecken und Co:

Informationen gibt es in den Tierarztpraxen. In südlichen Ländern ist oft eine andere Prophylaxe erforderlich (z.B. Sandmücken, die Leishmaniose übertragen können).
Nicht immer sind chemische Mittel eine schlechte Wahl – auch ätherische Öle können die Haut reizen und zu Allergien führen. Zudem wirken diese nicht immer zuverlässig. Gerade in unbekannten Gebieten mit unbekannter Parasitenpopulation ist ein guter Schutz anzuraten.

 

Temperaturausgleich:

Unsere vierbeinigen Mitbewohner können nicht, wie wir Menschen die Temperatur übers Schwitzen ausgleichen. Das regelt der Hund übers Hecheln. Die Atemfrequenz wird von 40  Atemzügen auf 300 Atemzüge pro Minute erhöht.
Hierbei gibt der Hund sehr viel Wasser ab, das ihm in ausreichender Menge wieder zur Verfügung gestellt werden muss. Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund kühles Trinkwasser in ausreichender Menge den ganzen Tag über zur Verfügung haben kann.
Bitte lassen Sie ihren  Hund auf keinen Fall im Auto (siehe „Hund im Backofen“) – es kann zu Überhitzung bis hin zum Hitzschlag führen.

Ebenso sind für den Hund, genauso wie den Menschen die erhöhten Schadstoffkonzentrationen und Ozonwerte unter Umständen problematisch.
In den heissesten Stunden des Tages gehören Hund wie Mensch in den Schatten oder ins Innere

 

Der Hund im Ausland:

zu Beachten wäre hier: Einreisebestimmungen (Impfungen, Quarantäne, Titer, Rasse) und die Modalitäten des jeweiligen Landes wie Leinenpflicht, Maulkorbpflicht, wie sieht es in Öffentlichen Verkehrsmitteln und Gondeln aus….

Bitte verwenden Sie auf keinen Fall Nylonmaulkörbe – diese beeinträchtigen die Möglichkeit zu Hecheln und zu Trinken.

 

Badenixen:

Hunde sollten kein Chlor- und Salzwasser und kein Wasser aus alten Tümpeln und umgekippten Seen trinken.
Nach dem Baden die Hunde bitte mit sauberem (Süß-)Wasser duschen und die Ohren kontrollieren.

Ansonsten: nehmen wir uns ein Beispiel an der Natur – und gönnen uns – neben all dem Spaß – genug Ruhe und Erholung beim gemeinsamen Dösen im Schatten :-)

 

Urlaub mit Hund –  Nachdenkliches…:

Leider ist die Urlaubszeit oft genau DIE Zeit, in der Hunde einfach ausgesetzt werden, weil sie ihren Haltern lästig werden.
Es gibt IMMER eine Möglichket – gute Hundepensionen gibt es im ganzen Land, Freunde, Bekannte oder Familie können aushelfen und auch viele Tierheime bieten gegen Bezahlung einen „Pensionservice“ an.
All das ist besser, als den „geliebten“ (was ich in so einem Fall mehr als in Frage stelle) Vierbeiner irgendwo anzubinden oder einfach laufen zu lassen. In der Regel ist ein Urlaub lange vorher geplant. Hier sollte es doch kein Problem sein, gleich für den besten Freund des Menschen mitzuplanen, wenn es schon nicht möglich ist, dass Ihr Hund sie begleitet.
Ansonsten ist es einfach fairer und verantwortungsvoller, sich generell zu überlegen, ob man für das Zusammenleben mit einem Hund geeignet ist… und ein neues Zuhause für ihn suchen!

Wir wünschen einen angenehmen Sommer!
Sabine und Jasko

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